Interview mit Karl-Heinz Wenzlaff von blogtrainer.de

Karl-Heinz WenzlaffFrank Hamm Webdesign setzt heute seine Reihe von Interviews mit Mitgliedern der deutschsprachigen Internet- und  Blogging Scene fort. Heute hat sich Karl-Heinz Wenzlaff von blogtrainer.de bereit erklärt mir einige Fragen zu beantworten.

Frank Hamm: Hallo Karl-Heinz, viele in der Blogger Scene kennen dich ja, nicht zuletzt als Fachmann für WordPress. Aber für die übrigen. stell dich doch bitte meinen Lesern doch kurz selbst einmal vor. Wo und wie lebst du, womit verdienst du deinen Lebensunterhalt, seit wann beschäftigst du dich mit dem Internet und wie bist du dazu gekommen.

Karl-Heinz: Hallo Frank, danke für die Einladung zum Interview und einen herzlichen Gruß an die Leser deines Blogs! „Fachmann für WordPress“ wäre hochgestapelt, das trifft auf deine bisherigen Gäste Monika, Frank und Vladimir viel eher zu, als auf mich. Ich betreibe in Bernau bei Berlin eine Unternehmensberatung, die sich auf Business Blogs und Corporate Blogs spezialisiert hat. Da ist WordPress lediglich ein  Arbeitsmittel von vielen. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich neben der Web 2.0-Beratung vor allem als Seminarveranstalter und Blogtrainer. Da befassen sich viele meiner Seminare natürlich mit WordPress.

Frank Hamm: Wenn Du mal nicht vor dem Rechner sitzt, womit beschäftigst Du dich privat? Hast du Hobbys die ganz ohne Computer funktionieren?

Karl-Heinz: Ich engagiere mich für den Schutz unserer Alleen hier in Brandenburg, die aus  wirtschaftliche Interessen einfach abgeholzt werden. Der Kampf um die letzten hier verbliebenen Alleen ist auch das bestimmende Thema meines „Privatblogs“,  einem klassischen Placeblog. Hobbys ohne Computer? Hmmm, da muss ich lange überlegen. Radfahren vielleicht, aber selbst da ist ein Computer dran. Oh ja, mein Enkel Nikolas! Der hat noch keinen Computer, lernt gerade laufen.

Frank Hamm: Mit blogtrainer.de betreibst du einen in Deutschland recht bekannten Blog zum Thema Business Blogs und Corporate Blogs . Wie bist du dazu gekommen? War der Anfang schwierig? Kannst du mit deinem Blog auch Einnahmen generieren, oder dient er eher dazu dich bekannter zu machen? Wenn Du Einnahmen generierst, welche Kanäle setzt du dafür ein, und natürlich nur wenn Du darüber sprechen magst – wie viel konntest du letzten Monat mit deinem Blog einnehmen?

Karl-Heinz: Als ich vor drei Jahren den Businessplan für mein Beratungsunternehmen schrieb, suchte ich nach einer Marke, die einprägsam ist und das Geschäftsfeld treffend beschreibt. Ein “Consulting“, “Coaching“, “Beratung” in der URL kam für mich nicht in Frage, weil es zu lang und austauschbar ist. Letztendlich hat ein Brainstorming mit Freunden im „St. Oberholz“ in Berlin bei laufender Denic-Verbindung diese URL ausgespuckt. Einnahmen generieren? Ein Business-Blog sollte immer Einnahmen zu generieren. Allerdings sind das natürlich keine Werbeeinnahmen, sondern die Buchungen für meine Seminare und die Beratungsaufträge, die ich über das Blog erhalte.

Frank Hamm: Wenn ich richtig informiert bin verdienst du ja deine Brötchen mit deiner Arbeit die du selbst unter blogtrainer.de präsentierst. Wenn Du heute noch einmal ganz neu starten könntest oder müsstest, was würdest du anders machen?

Karl-Heinz: Die Antwort wird dich vielleicht überraschen: Ich würde mich selbst beraten lassen! Ich beobachte bei manchen Business-Bloggern, dass sie alles selbst machen wollen, vom Design, über das redaktionelle Konzept bis zur Suchmaschinenoptimierung. Das halte ich für einen großen Fehler, weil sie dadurch wertvolle Zeit verlieren, in der die „Marktbegleiter“ längst die kleine Nische besetzt haben. Heraus kommen dabei oft völlig unsichtbare Blogs auf blogger.com (blogspot), wordpress.com oder typepad  oder Blogs bei einem schlechten Hoster. Schade um das Geld, die Zeit und die Mühe. Bei guter Beratung kann man gerade diese Anfängerfehler vermeiden.

Frank Hamm: Wie verlief der Start und wie hast du deine Arbeit bekannt gemacht? Welche Vermarktungsmaßnahmen waren besonders effektiv? Welche Einnahmequellen setzt du ein und wieso? Welche Erfahrungen hast du bei der Monetarisierung gemacht?

Karl-Heinz: Blogpromotion ist wichtig für den Start eines Business-Blogs. Dabei reicht es nicht aus, nur Online-Promotion zu machen. Die Vernetzung mit anderen Blogs und Bloggern muss auch offline stattfinden. Wie so etwas geht, hat mein Kunde Michael Pleitgen vor ein paar Tagen auf der PROWEIN gezeigt, als er ein Treffen der deutschen Weinblogger organisierte

Frank Hamm: Welche konkreten Tipps kannst du Lesern geben, die vor haben einen Blog ganz neu aufzubauen und bisher keine oder wenig Erfahrungen mit dem Bloggen haben? Was sind diesbezüglich deine wichtigsten Erfahrungen?

Karl-Heinz: Der wichtigste Tipp – der gilt auch für dich, Frank: Legen Sie Ihre „klassische Website“ und Ihr Blog zusammen, ohne Trennung. Warum? Sie bündeln so die Linkkraft Ihrer Seiten, Links aus anderen Blogs kommen sofort dem Rank Ihrer normalen Website zugute. Blogs können heute alles, was man zu einer Webpräsenz braucht. Benutzen Sie einfach das CMS des Blogs und überführen Sie Ihre alten „statischen“ Inhalte in statische Seiten des Blogs. Alles andere, von Kontakt- und Bestellformularen bis zur Shop-Anbindung, kann man mit Blogs machen.

Frank Hamm: Warst Du dieses Jahr auf der Cebit? Wie ist deine persönliche Meinung zu der Veranstaltung?

Karl-Heinz: Nein. Ich bin jetzt 51 Jahre alt. Wenn ich die Zeit abziehe, die ich als Aussteller auf der CeBit verbracht habe, wäre ich ungefähr halb so alt. Keinen Bock mehr, wobei ich die CeBit auch nicht für die wichtigste Veranstaltung für das Web halte.

Frank Hamm: Was denkst du in wieweit sich die aktuelle Finanzkrise auf die Arbeit der Webworker auswirken wird. Spürst Du selbst schon etwas bei deinen Kunden?

Karl-Heinz: Positiv. Gerade in Zeiten der Krise ist es doch wichtig, neue Ideen, Produkte, Dienstleistungen schneller und nachhaltiger bekannt zu machen. Business Blogs sind in vielen Branchen ein ideales Werkzeug dazu, weshalb der „Blogfahrstuhl“ derzeit besonders schnell aufwärts fährt.

Frank Hamm: Was denkst Du können wir für die Zukunft des Webworkings allgemein und das Bloggen im besonderen im Web erwarten? Planst du noch andere Projekte?

Karl-Heinz: Durch Microblogging à la Twitter kommen auch solche Internet-Nutzer zum Bloggen (zurück), die bisher durch das verbreitete Missverständnis „Blogs sind Internettagebücher“ abgeschreckt wurden. Die Möglichkeiten der RSS-Technologien und APIs an Social Network Services sind bei weitem nicht ausgeschöpft. Und Blogs sind in dieser Entwicklung mittendrin. Für einige Business-Blogger ist ihr Blog bereits jetzt zum wichtigsten Kommunikations- und Vertriebskanal geworden. Diese Entwicklung wird sich gerade in beratenden Berufen, vom Rechtanwalt bis zum Finanzberater, aber auch im Onlinehandel weiter beschleunigen.

Frank Hamm:  Danke für deine Mühe und Zeit Karl-Heinz. Ich bin sicher das dieses Interview, dich und deine Arbeit, dem ein oder anderen Leser ein wenig näher gebracht hat. Für mich persönlich waren auch wirklich interessante Fakts dabei.

Frank Hamm Webdesign

Kontaktbutton - Frank Hamm WebdesignFrank Hamm ist selbstständiger Webdesigner aus 56459 Mähren im Westerwald. Sie haben Fragen oder brauchen weitere Informationen? Dann sollten wir uns Kennenlernen! Hinterlassen Sie einen entsprechenden Kommentar, rufen Sie mich an, senden mir hier eine E-Mail oder benutzen sie das Kontaktformular. Nennen Sie mir darin bitte auch eine Telefonnummer unter der ich Sie erreichen kann.

Büro: 06435 – 908875 oder Mobil: 0177 – 8208866 oder Mail: frankhamm@frank-hamm.de

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