Internetseiten scrollen ja oder nein – Trend

Ich gebe es zu, jahrelang habe ich auch Webseiten nach der Philosophie gebaut „Die ganze Seite muss auf einen Blick sichtbar sein – am besten braucht man überhaupt nicht scrollen“. Hier hat sich bei mir eine Grundregel des Internets eingeprägt, die bis vor wenigen Jahren auch absolut richtig und wichtig war. Aber ist das eigentlich noch zeitgemäß?

Internetseiten scrollen ja oder nein – Trend

Wir schreiben das Jahr 2015 und inzwischen gibt es zum einen praktisch beliebig viele Bildschirme-Formate, zum anderen ist Scrollen dank Tablets und Smartphones doch zur täglichen Praxis geworden. Ob etwas „above“ oder „under the fold“ ist, spielt keine so große Rolle mehr, oder? Betrachten wir das Ganze doch mal näher, denn derzeit stürzte die Frage „Above the Fold“ Entwickler und Designer in eine Sinnkrise.

(Fast) immer wird gescrollt
Stellen wir uns mal die Frage in wieweit die Position von Content denn überhaupt noch relevant ist. Wenn man sich eine entsprechende Studie von Chartbeat einmal näher ansieht, scrollen Nutzer fast immer. Viele User legen sogar sofort los, noch bevor die Seite vollständig geladen hat.

Internetseiten scrollen ja oder nein - Trend

„Above the Fold“: Nutzer scrollen teilweise bevor die Website vollständig geladen ist. (Grafik: Chartbeat)

Sieht man sich die obige Infografik mal genauer an, erkennt man das in etwa die obersten 100 bis 200 Pixel nur zu 75 Prozent wahrgenommen werden. Der Content bei etwa 550 Pixeln bekommt die meiste Aufmerksamkeit der Nutzer. Der wichtigste Bereich ist also der unmittelbar über dem Fold. Das gilt insbesondere für Call-to-Actions, da sie hier die höchste Interaktion erreichen. Anschliessen nimmt die Aufmerksamkeit ganz schnell wieder ab – den Content ab 1.000 Pixeln nehmen nur noch die Hälfte der User überhaupt wahr.

Aus diesem Grund setzten auch viele Webprojekte auf einen entsprechenden Hinweis (beispielsweise auf einen nach unten zeigenden Pfeil) der dem Besucher anzeigen soll, was es weiter unten noch mehr wichtige Inhalte gibt. Die alte Weisheit „alles auf einen Blick“ kann also als „das Wichtigste auf einen Blick“ weiter gelten. Den Bereich unterhalb des Folds kann man jedoch durchaus ebenfalls nutzen, da die Besucher praktisch immer scrollen. Designtechnisch ist hier nur auf etwas zu achten – Sieht es so aus als sei die Seite „komplett“, hören die meisten User auf zu scrollen. Es ist also auch in Zeiten eines hoch dynamischem Folds noch viel Raum für Kreativität vorhanden.

Frank Hamm Webdesign

Kontaktbutton - Frank Hamm WebdesignFrank Hamm ist selbstständiger Webdesigner aus 56459 Mähren im Westerwald. Sie haben Fragen oder brauchen weitere Informationen? Dann sollten wir uns Kennenlernen! Hinterlassen Sie einen entsprechenden Kommentar, rufen Sie mich an, senden mir hier eine E-Mail oder benutzen sie das Kontaktformular. Nennen Sie mir darin bitte auch eine Telefonnummer unter der ich Sie erreichen kann.

Büro: 06435 – 908875 oder Mobil: 0177 – 8208866 oder Mail: frankhamm@frank-hamm.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solve : *
12 − 7 =


*